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AFIR: Neue EU-Regelungen führen zu massiven Änderungen beim Ladeinfrastruktur-Aufbau

Ab dem 13. April 2024 gilt europaweit für die Aufstellung neuer öffentlich zugänglicher Ladepunkte die Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR). AFIR regelt unter anderem das Bezahlen an Ladestationen. Die EU-Verordnung löst in weiten Teilen die bisher geltende deutsche Ladesäulenverordnung (LSV) ab. Für alle Unternehmen, die in naher Zukunft die Errichtung von Ladestationen für E-Autos geplant haben, besteht Handlungsbedarf, um Kostenersparnisse zu sichern und vom Bestandsschutz zu profitieren.

Konkret heißt es in der EU-Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe und zur Aufhebung der Richtlinie 2014/94/EU:

„An öffentlich zugänglichen Ladepunkten, die ab dem 13. April 2024 errichtet werden, muss punktuelles Aufladen unter Verwendung eines in der Union weitverbreiteten Zahlungsinstruments möglich sein. Zu diesem Zweck akzeptieren die Betreiber von Ladepunkten an diesen Punkten elektronische Zahlungen über Endgeräte und Einrichtungen, die für Zahlungsdienste genutzt werden, darunter mindestens eines der folgenden Geräte:

a) Zahlungskartenleser,
b) Geräte mit einer Kontaktlosfunktion, mit der zumindest Zahlungskarten gelesen werden können;
c) für öffentlich zugängliche Ladepunkte mit einer Ladeleistung von weniger als 50 kW Geräte, die eine Internetverbindung nutzen und einen sicheren Zahlungsvorgang ermöglichen, etwa solche, die einen spezifischen Quick-Response-Code erzeugen.“

Dies bedeutet, dass ab dem 13. April an jeder neu errichteten öffentlichen Ladesäule spontane Zahlungen mit gängigen Zahlungsmitteln möglich sein müssen. Bei Ladepunkten mit einer Leistung von unter 50 kW, in den meisten Fällen sogenannte „Normallader“, die den überwiegenden Teil der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland ausmachen, reicht künftig ein dynamischer QR-Code. Bisher kamen allerdings meist statische QR-Codes zum Einsatz, die bspw. mittels Aufkleber an der Station angebracht waren. Dies ist künftig nicht mehr möglich, worauf der Bundesverband Beratung neue Mobilität e.V. (BBNM) hingewiesen hat. Die in Kürze erforderlichen dynamischen QR-Codes müssen für jeden einzelnen Ladevorgang neu erstellt werden. Dafür müssen Ladesäulen mit einem Display und entsprechender Software ausgerüstet werden.

 

AFIR: Umstellung auf spontanes Zahlen von Ladevorgängen schneller als gedacht

Diese Änderungen werden voraussichtlich zu steigenden Kosten für Ladestationen und, in Folge, für Ladevorgänge führen, auch wenn die AFIR-Verordnung bestimmt, dass die von Mobilitätsdienstleistern berechneten Preise „angemessen, transparent und nichtdiskriminierend sein müssen“. Ursprünglich war geplant, dass eine Neuregelung durch eine Novelle der Ladesäulenverordnung (LSV) erst ab dem 1. Juli in Kraft treten würde. Die Herausforderung besteht darin, dass viele der Ladelösungen, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind, die neuen Standards noch nicht erfüllen und bspw. keine dynamischen QR-Codes erzeugen können. Hinzu kommt, dass öffentliche Ladestationen, die Plug&Charge anbieten, künftig eine deutlich sichtbare Alternative zur automatischen Authentifizierung und den damit in der Regel verbundenen teureren Tarifen anbieten müssen.

Wer aktuell ein Ladeinfrastruktur-Projekt plant oder bereits begonnen hat, ist gut beraten, die Installation nach Möglichkeit bis Mitte April fertigzustellen. Für Ladestationen, die bis zum Stichtag installiert wurden, gilt nämlich Bestandsschutz. Dies bedeutet, dass schnelles Handeln nicht nur erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen kann, sondern eventuell auch zeitliche Verzögerungen verhindert, bis ausreichend viele geeignete Ladestationen von Herstellerseite verfügbar sind. Ausnahme: Der Bestandsschutz gilt in Zukunft nicht für Schnellladestationen entlang Transeuropäischer Verkehrsnetze (TEN-V-Straßennetze), wie die Verordnung festlegt:

„Ab dem 1. Januar 2027 stellen die Betreiber von Ladepunkten sicher, dass alle von ihnen betriebenen öffentlich zugänglichen Ladepunkte mit einer Ladeleistung von 50 kW oder mehr, die entlang des TEN-V-Straßennetzes oder auf einem sicheren und gesicherten Parkplatz errichtet werden, einschließlich Ladepunkten, die vor dem 13. April 2024 errichtet werden, den Anforderungen in den Buchstaben a oder b entsprechen.“

 
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